Freitag, 26. Juli 2013

Handgefertigte Strohsterne


Ich liebe das Basteln von Strohsternen . . .

              Nimm Dir Zeit,
              um zu träumen;
              das ist der Weg
              zu den Sternen
              (aus Irland)



Seit Januar 2000 bastle ich Strohsterne.
Grund:
Eigentlich wollte ich an den Weihnachtsbaum 1999 Strohsterne hängen, aber es gab keine schönen zu kaufen. Und meistens waren sie auch kaputt.
Also habe ich ein Bastelgeschäft gesucht und mir ein sog. Strohsterne-Set gekauft. Ein Buch, ein Strohspalter, 2 Legeformen, ein bißchen Bastelstroh.
So hat es angefangen.
Anfangs habe ich allen meinen Lieben Strohsterne geschenkt.
Bis mal jemand gesagt hat, geh doch mal auf einen Hobbykünstlermarkt.
Gesagt, getraut, getan.
Zwischen lauter Profis mit großen Tischen und riesiger Auswahl an Kunstgegenständen - mein kleiner Campingtisch mit Strohsternen.
Und - es wollten doch einige Leute ein paar Strohsterne haben.
Diesen Markt gibt es nicht mehr und auch nicht den kleinen Tisch.
Inzwischen bin ich auf anderen Ausstellungen zu finden. Natürlich verschenke ich auch immer noch viele Sterne.
Allerdings nicht nur welche aus Stroh, sondern auch aus Papier und Perlen.
Strohsterne kommen jedoch immer noch sehr gut an.
Denn ich verwende kein gekauftes Stroh mehr, sondern mache mir die Mühe und gehe jedes Jahr aufs Feld meiner Nachbarn und dann geht die Arbeit richtig los:
1.) schneiden vom Feld - Hier geht ein großes DANKESCHÖN an Hilde und Paul, von deren Feldern ich jedes Jahr Weizen schneiden darf.
2.) Ähren abtrennen und zurückgeben
3.) die "Knötchen" aus den Halmen rausschneiden - das dauert Monate (immer wieder abends 2-3 Stunden)
4.) Sterne basteln - mache ich fast das ganze Jahr








So kann das im August vor der Haustüre aussehen...






Warum ich das mache?
Stroh vom Feld
* ist nicht chemisch behandelt
* stinkt nicht
* ist ein einheimisches "Produkt"
* bricht nicht so leicht
* kostet Zeit, aber kein Geld
* hat eine natürliche Wachsschicht, die glänzt
* ist jedes Jahr im Farbton anders
   (je schlechter das Wetter, also je mehr Regen - desto dunkler das Stroh)
* die Sterne brechen nicht so leicht, bei pfleglicher Lagerung halten sie viele Jahre
* die Leute freuen sich heutzutage immer noch über Strohsterne
* und natürlich: Ich kann viele spenden, die für einen guten Zweck verkauft werden.
Darum mache ich das.

Hier mal ein paar Eindrücke - große Sterne:



Diesen oberen Stern kann ich nur machen, wenn ich genug langes Stroh finde.
Leider wurde der Weizen durch Züchtung immer niedriger.
Mal sehen, wie es dieses Jahr mit Triticale aussieht.
NACHTRAG: Habe inzwischen Stroh geholt - es ist 2013 sehr, sehr hell.

Andere Sterne:








Wie man hier sieht, stammt das Stroh aus verschiedenen Jahren.

Dieses Jahr (2013) ist es schon sehr spannend. Das Stroh hat eine ganz andere Farbe als die letzten Jahre und hat einen Farbverlauf. D. h. unten sind die Halme sehr hell und nach oben hin (Richtung Knoten) wird es richtig golden-farbig.
Das seht Ihr an dem Blogspot mit den kleinen Sternle. Die sind mit dem Stroh von 2013 hergestellt.









Natürlich mache ich auch kleine Sternle (und farbige/bunte), aber da habe ich kaum Fotos, denn die mache ich auswendig.









Herzen sind auch ganz nett,
aber etwas mühsam.







            



            Wer Schmetterlinge lachen hört,
            kann Wolken riechen
            und Sterne streicheln.